Führungsgrundsätze der Rudolf-Ballin-Stiftung e. V.

Präambel
Diese Führungsgrundsätze regeln die Zusammenarbeit von Geschäftsführung und Leitungen sowie die Mitarbeiterführung in allen Einrichtungen der Rudolf-Ballin-Stiftung

Selbstverständnis, Ziele, Verantwortung
Die Rudolf-Ballin-Stiftung ist ein soziales Dienstleistungsunternehmen. Die Ziele und der Unternehmensauftrag ergeben sich aus der Satzung. Weiterhin orientieren sie sich an den jugend- und familienpolitischen Vorgaben der Freien und Hansestadt Hamburg.

Auf der Grundlage des Leitbildes, der Rahmen- und Hauskonzeptionen sowie den aktuellen fachlichen Erkenntnissen werden Auftrag und Ziele umgesetzt. Die Einrichtungen erfüllen im Rahmen der vorgegebenen finanziellen Mittel nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit diese Vorgaben.

Verantwortliche Führung richtet sich primär am Wohl des Kindes aus. Alle Beteiligten arbeiten vertrauensvoll mit Eltern, Kooperationspartnern und den Kostenträgern zusammen.

Verantwortung wird innerhalb der betrieblichen Hierarchie wahrgenommen. Die Prozess- und Ergebnisverantwortung in den Einrichtungen liegt bei den Leitungen. Ihr loyales Handeln untereinander und gegenüber den Stiftungsorganen ist Handlungsmaxime. Sie werden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben von ihren Vorgesetzten unterstützt.

Leitungen nehmen Arbeitgeberfunktionen wahr. Verantwortungsbewusstes Handeln wird bei allen Mitarbeiter/innen vorausgesetzt.

Führungsprinzipien und Wertschätzung
Die Leitungen sind dafür verantwortlich, dass die Konzeptionen unter Beteiligung der Mitarbeiter/innen laufend am Bedarf und an die soziale Realität der Familien angepasst werden.

Führung orientiert sich an einem humanistischen Menschenbild und am pädagogischen Optimismus.

Betriebswirtschaftliche Führung realisiert sich in Kosten- und Organisationskontrollen, in der Umsetzung von Leitlinien und Grundsätzen des Sozialen Managements sowie in der Berichtspflicht.

Die humanistische Orientierung der Rudolf-Ballin-Stiftung drückt sich in der Wertschätzung aller Mitarbeiter/innen auf allen Ebenen aus.

Alle Führungskräfte haben eine Vorbildfunktion und eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Mitarbeiter/innen.

Delegation, Handlungsspielräume, Qualifikation
Die Führungskräfte führen auch mit dem Mittel der Delegation. Die Dienst- und Fachaufsicht muss gewährleistet bleiben.

Die Mitarbeiter/innen der Rudolf-Ballin-Stiftung richten ihr Handeln teamorientiert aus.

Ein hohes Engagement wird gefördert, indem Spielräume selbstständig genutzt werden. Darin drücken sich Eigenidentität und persönlicher Stil aus. Dies gilt für alle Teams ebenso wie für Einzelpersonen.

Die Führungskräfte unterstützen die Qualifizierung der Mitarbeiter/innen und wirken auf deren Teilnahme an internen und externen Fortbildungen hin.

Die Rudolf-Ballin-Stiftung bildet vielfältig aus. Neue Mitarbeiter/innen werden sorgfältig eingearbeitet

Wir schätzen und nutzen die Kompetenzen der Mitarbeiter/innen. Ihre Weiterentwicklung wird gefördert.

Kommunikation und Beurteilung
Die Führungskräfte fördern aktiv ein gutes Betriebsklima.

Die Außendarstellung wird professionell und positiv gestaltet.

Neben kommunikativer Transparenz besteht insbesondere für Führungskräfte die Verpflichtung zur Verschwiegenheit und zum sensiblen Umgang mit betriebsinternen Daten.

Die Mitarbeiter/innen sind zur fachlichen Kommunikation untereinander verpflichtet. Die Führungskräfte fördern aktiv diesen fachlichen Austausch, eine konstruktive Gesprächskultur sowie die Vor- und Nachbereitung der pädagogischen Arbeit.

Es finden in regelmäßigen Abständen individuelle Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche statt.

Entscheidungsfindung und Dienstanweisungen
Alle Führungskräfte nehmen Verantwortung dadurch wahr, dass sie Entscheidungen treffen. Diese sorgen für Klarheit und Struktur.

Jede Entscheidung orientiert sich am Leitbild, den Aufgaben und Zielen der Rudolf-Ballin-Stiftung.

Grundsätzlich wird über Entscheidungen informiert. Soweit sachlich erforderlich, werden alle Beteiligten in den Findungsprozess einbezogen.

Das Inkraft- und Außerkrafttreten von Dienstanweisungen bedarf der Zustimmung durch die Geschäftsführung.

Abschlussbemerkung
Wir verstehen Führung als Prozess, der fortwährend überprüft und weiterentwickelt wird. Evaluation dient der Qualitätssicherung.

Geschäftsführender Vorstand
Hamburg, Dezember 2018

  

Gemeinsam unterwegs ins Leben.